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Der 1/4 Meile CRX
...Auf dem japanischen Motorradmarkt war Honda inzwischen führend, so daß man sich Gedanken über einen internationalen Verkauf von Honda-Motorrädern machte. Nach Hondas Überzeugung mußte man sich dem sportlichen Wettkampf stellen, um in das Bewußtsein der späteren Käufer zu dringen und den allgemeinen Bekanntheitsgrad der Firma weltweit zu steigern. Außerdem wäre bei einem Sieg gegen die internationale Konkurrenz auch der Beweis erbracht, daß die Produkte leistungsfähig und standfest sind. Um dieses Vorhaben erfolgversprechend zu realisieren, reiste 1954 Soichiro Honda zur Isle of Man nach Großbritannien, einem bis heute legendären Motorradrennen, an dem sich damals alle Motorradhersteller, die Rang und Namen hatten, beteiligten. So schnupperte er dort Rennatmosphäre und informierte sich über den Stand der Technik im europäischen Rennsport. Fünf Jahre später trat Honda gegen die westlichen Motorradmarken an und erreichte in der 125 cc Klasse einen respektablen 6. Platz. Die Überlegenheit der europäischen Maschinen überraschte Honda, da er seine Maschinen zuvor gegen die heimische Konkurrenz erfolgreich getestet hatte. Durch die Niederlage angespomt, kehrte Honda nach Japan zurück und nahm sich fest vor, mit einem siegfähigen Motorrad wieder zurückzukehren.
Zur gleichen Zeit kam die "Super Cub C 100" auf den Markt. Es war das Motorrad, mit dem der Firma Honda der endgültige weltweite Durchbruch gelang. Die "Super Cub C 100" ist bis heute ein Alltagsmotorrad, auf dem in Asien alles transportiert wird, egal ob Familie oder Waren zum Markt. Bis heute wurden mehr als 26 Millionen Exemplare weltweit verkauft.
1959 hatte sich Honda entschlossen, auf dem amerikanischen-Markt Fuß zu fassen. Das Team bestand fast ausschließlich aus amerikanischen Mitarbeitern, die einen schnellen Aufbau eines gut funktionierenden Vertriebsnetzes gewährleisteten. Kommunikationsschwierigkeiten zwischen den Händlern und dem Importeur gab es keine. Trotzdem war das Vorhaben nicht leicht, da in dieser Zeit Motorradfahrer als Rowdies in Lederjacken verschrien waren. Doch Honda gelang es mit einer geschickt angelegten Werbekampagne, die ganz normale Leute wie z. B. die Mutter von nebenan auf einer Honda zeigten, den Absatz der Motorräder und ihr Image zu steigern. Innerhalb dieser Werbekampagne entstand der Werbespruch "You meet the nicest people on a Honda", der danach rund um die Welt gehen sollte.
Zwei Jahre später kehrte Honda gut vorbereitet auf die Isle of Man zurück. Fünf Hondas gewannen die ersten Plätze bei diesem so wichtigen Rennen. In den Kreisen der Rennsportfans war nun Honda nicht mehr ein vielbelächelter Außenseiter, sondern ein ernstzunehmender Gegner, der schnelle und solide Motorräder bauen konnte. Im gleichen Jahr noch gründete man die European Honda GmbH in Hamburg, durch die ab sofort ganz Europa mit Hondas versorgt werden konnte. Anfänglich war Honda "nur" mit kleinvolumigen Maschinen vertreten, die natürlich den großvolumigen Maschinen der europäischen Konkurrenz nicht das Wasser reichen konnten. Aber auch dieses Manko sollte sich noch ändern.